Inhalt

Analyseinstrument fördert Stärken des Mittelstands

Das Thema ist nicht neu, aber mit seinen Folgen noch immer hochdramatisch – der rasche demografische Wandel unserer Gesellschaft und damit auch die personellen Veränderungen in der Wirtschaft. "Schon in weniger als zehn Jahren ist jeder dritte Mitarbeiter in den Unternehmen älter als 50 Jahre", sagte Kristina Kuiper vom Karlsruher Institut für Technik der Betriebsführung (itb) – Forschungsstelle für Technik, Organisation und Qualifizierung im Deutschen Handwerksinstitut e.V. "Es gibt dann mehr 50jährige als 30jährige in den Betrieben. Gleichzeitig schrumpft die Zahl der Erwerbstätigen bis 2030 von heute etwa 50 Millionen auf nur noch knapp 40 Millionen." Mit diesen Fakten präsentierte die itb-Expertin das Thema "Führen im demografischen Wandel – Der Check Guter Mittelstand, ein Qualitätsstandard u.a. für Personalführung" auf dem mit über 3.200 Gästen gut besuchten Mittelständischen Unternehmertag 2011 (MUT) im Congress Center der Neuen Messe Leipzig.

Der Auftritt von Kristina Kuiper gehörte zu den landesweiten Aktivitäten der "Offensive Mittelstand" (www.offensive-mittelstand.de), einer Initiative von INQA, der sich Sozialpartner, Fachverbände, Ministerien, Unfallversicherungsträger, Krankenkassen und Unternehmer angeschlossen haben. Das itb ist die Kerninstitution für das Handwerk innerhalb dieser von mehr als 100 Partnern getragenen Mittelstands-Initiative. Ziel der "Offensive Mittelstand" ist es, die Rahmenbedingungen für die unternehmerische Tätigkeit von Mittelständlern zu verbessern, ihre Wettbewerbsfähigkeit zu erhöhen und sie besser auf die demografischen Veränderungen vorzubereiten. Um dies zu erreichen, entwickelten die Mittelstands-Partner den "Mittelstands-Check: Erfolg ist kein Zufall" – ein einfach aufgebautes Instrument zur Selbstbewertung, das es speziell Unternehmern kleiner Betriebe ermöglicht, schnell und effizient sowohl Stärken als auch  Schwächen in ihren Betrieben zu erkennen und zeitnah darauf zu reagieren. Nicht wenige sächsische Unternehmer nutzten auch gleich die Möglichkeit, auf dem INQA-Stand Check und Leitfaden "Guter Mittelstand" mitzunehmen und sich von Kristina Kuiper und weiteren INQA-Experten beraten zu lassen.

v.l.n.r.: Alexander Erbach, Dr. Götz Richter und Michael Blum (Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin), Kristina Kuiper (itb Karlsruhe), Tim Vollborth (RKW Hessen)


"Ziel des von uns entwickelten Checks ist es, die Handlungsbedingungen für gute Mittelständler zu fördern und den Unternehmern zu helfen, ihre Prozesse präventiv und innovativ zu gestalten sowie die besten Köpfe zu binden und neue zu gewinnen", stellte Kristina Kuiper klar. So könne das Image des Mittelstandes als Motor für Innovationen in Deutschland spürbar gefördert werden. "Die Kernaussage lautet", so die itb-Expertin: "Der deutsche Mittelstand und seine Partner kümmern sich selbst um die Verbesserung der Rahmenbedingungen."

Der Check umfasst insgesamt elf Themen, die sich allesamt am Wertschöpfungsprozess orientieren. Mit dem Analyseinstrument, das wie ein "Werkzeugkasten" genutzt werden kann, lassen sich Fragen zur Strategie und Organisation, zur Unternehmenskultur, Führung und Personalentwicklung, zu Liquidität und Risikobewertung sowie zu Innovationen und Kundenpflege beantworten. In den Fragekomplexen sind auch Elemente des Gesundheits- und Arbeitsschutzes enthalten. Kristina Kuiper demonstrierte den sächsischen Mittelständlern anschaulich die Arbeit mit dem Check, der u.a. als interaktive Fassung zu nutzen ist (www.offensive-mittelstand.de). "Schnell und präzise lassen sich mit unserem Check viele Potentiale zur Verbesserung in den Unternehmen aufspüren und damit die Betriebe wettbewerbsfähiger machen", betonte sie den praktischen Nutzwert des Analyseinstruments.

Ansprechpartnerin:
Kristina Kuiper
Tel.: 0721-93103-22
E-Mail: kuiper@itb.de

Suche

 in
Institut für Technik der Betriebsführung (itb)

Weitere Informationen auf der Homepage des Instituts...

 weiter