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Aspekte der Rechtsform in den Lebensphasen eines Handwerksbetriebs
Das unter fachlicher Leitung des Ludwig-Fröhler-Instituts (LFI) für Handwerkswissenschaften – Forschungsstelle für Handwerkswirtschaft und Recht im Deutschen Handwerksinstitut e.V. – organisierte DHKT-Seminar zum Thema "Aspekte der Rechtsform in den Lebensphasen eines Unternehmens" fand kürzlich (18. - 20. Oktober 2011) im Hause des ZDH in Berlin für eine Gruppe von betriebswirtschaftlichen und technischen Beratern der Kammern und Verbände statt. Die Seminarevaluation zeigte einmal mehr, dass sowohl die Seminarinhalte wie auch die Seminarveranstaltung im Gesamten sehr gut auf den Bedarf und Anspruch des Teilnehmerkreises abgestimmt werden konnte.
Ein Handwerksbetrieb durchschreitet im Laufe seiner Lebenszyklen verschiedene Phasen, die ihn jeweils vor andere Herausforderungen und Probleme stellen. Nicht nur in der Phase der Gründung, in der die Wahl der passenden Rechtsform zum ersten Mal von Interesse ist, sondern auch in den anschließenden Phasen des Wachstums bzw. der Expansion, sowie in der Reifephase und der Phase des Ausstiegs/ der Nachfolge stellt sich immer wieder die Frage, ob auftretende Probleme unter der gegebenen Rechtsform noch optimal gelöst werden können bzw. inwiefern nicht ein Wechsel der Rechtsform von Vorteil wäre.
Ziel des Seminars war das Aufzeigen von Lösungsmöglichkeiten, wie zentrale, mit dem Lebenszyklus verbundene Fragen und Probleme eines Handwerksbetriebes in Einklang mit den vorhandenen rechtlichen Rahmenbedingungen und Zielvorstellungen des Unternehmers bzw. der Gesellschafter gebracht werden können. Entsprechende Fragestellungen könnten in der Phase der Gründung beispielsweise sein, welche Rechtsform mit möglichst geringen Gründungskosten (Einlage von Grundkapital, Notarkosten etc.) einhergeht oder welcher laufende Aufwand mit einer Rechtsform verbunden ist (Anforderungen bzgl. Rechnungslegung/ Bilanzierung). In der Wachstumsphase könnte die Hinzunahme neuer Kapitalgeber und deren Haftungsbereitschaft oder Wunsch der Mitwirkung in führender Stellung den Anlass für die Wahl einer neuen Rechtsform geben. In der Reifephase könnte eine strategische Neuausrichtung, in der Nachfolgephase die Übergabe des Handwerksbetriebs an seine familieninternen Nachfolger zu einer neuen Rechtsform führen.
Den Auftakt der Dozenten bestritten Herr Martin Gutsche, Rechtsanwalt, Notar und Steuerberater aus Berlin, sowie Françoise Dammertz, Rechtsanwältin aus Berlin, die die Entscheidungsdeterminanten für die im Handwerk üblichen Rechtsformen Einzelkaufmann, Personengesellschaft (GbR, OHG, KG), Kapitalgesellschaft (GmbH) und die Mischform der GmbH & Co. KG bei der Gründung, dem Gesellschafterwechsel, bei Kapitalmaßnahmen, der Umwandlung und der Übertragung von Unternehmensvermögen herausarbeiteten. Im Anschluss daran führte Herr Dr. Hubert Humm, Rechtsanwalt und Steuerberater aus Würzburg, das Seminarthema weiter, indem er die Rechtsform eines Unternehmens im Zusammenhang mit steuerlichen Aspekten aufgriff.
Ansprechpartner:
Andreas Schempp
Tel.: 089-515560-83
E-Mail:
schempp@lfi-muenchen.de


