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Cluster im Handwerk weit verbreitet
Cluster sind im Handwerk weit verbreitet. Viele Handwerkscluster spielen für ihre Region eine hervorgehobene Rolle. Zu erwähnen sind in diesem Zusammenhang bspw. die Musikinstrumentenbauer im Vogtland oder die Medizintechniker rund um Tuttlingen. Andere Handwerkscluster weisen für ihre Region zwar nur eine periphere Bedeutung auf, da sie sich auf kleine Marktnischen konzentrieren, in denen einige von ihnen gleichwohl deutschland- oder sogar weltweit eine Spitzenstellung aufweisen. In einigen Fällen kommen etwa 80 % der Betriebe einer Branche aus einer Clusterregion
Dieses Forschungsergebnis bezeichnete Professor Dr. Kilian Bizer, Direktor des Volkswirtschaftlichen Instituts für Mittelstand und Handwerk (ifh) an der Universität Göttingen – Forschungsstelle für Handwerkswirtschaft und Recht im Deutschen Handwerksinstitut e.V. –, bei der Vorstellung des Tätigkeitsberichts 2010 als ein Beispiel für die vielfältigen Forschungsaktivitäten des Instituts. Das ifh Göttingen versteht sich als Kompetenzzentrum für das Handwerk und für Klein- und Mittelbetriebe im Bereich volkswirtschaftlicher Fragestellungen. Der knapp 40-seitige Tätigkeitsbericht gibt anhand kurzer ergebnisorientierter Berichte einen Überblick über die vielfältigen Aktivitäten des Instituts im abgelaufenen Jahr.
Neben der Untersuchung über die Bedeutung von Clustern im Handwerk hat das ifh Göttingen im zurück liegenden Jahr eine Reihe weiterer Untersuchungen durchgeführt, wobei ein großer Teil bereits abgeschlossen werden konnte. Finanziert wird die Forschungstätigkeit, die unter dem Dach des Deutschen Handwerksinstituts (D H I) erfolgt, durch Zuwendungen der Wirtschaftsministerien von Bund und Ländern sowie vom Deutschen Handwerkskammertag. Zusätzlich sei es gelungen, so Professor Bizer, verstärkt Drittmittel zu akquirieren. Beispielhaft nannte er zwei Projekte des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie zu den Themenstellungen "Der Generationenwechsel vor dem Hintergrund des demografischen Wandels" und über "Das Handwerk in der Kultur- und Kreativwirtschaft".
An weiteren Projekten erwähnte Professor Bizer eine Untersuchung über die Konjunkturabhängigkeit des Handwerks. Wenn auch das Handwerk vergleichsweise gut durch die Wirtschafts- und Finanzkrise 2008/09 gekommen sei, könne man dennoch nicht von einer generellen Stabilisatorfunktion des Handwerks sprechen. Vielmehr hänge dies vom Charakter der jeweils aktuellen konjunkturellen Gesamtkonstellation ab. Darüber hinaus setzte sich das ifh Göttingen im letzten Jahr unter anderem mit der Abbildung des Handwerks in der Statistik und den Einsparpotenzialen im Handwerk durch eine rationelle Energienutzung auseinander.
Nähere Einzelheiten und Informationen zu diesen Untersuchungen wie auch zu den zahlreichen weiteren Projekten des ifh Göttingen im letzten Jahr können dem Tätigkeitsbericht des Instituts entnommen werden. Die Suche wird durch ein Schlagwortregister am Ende des Tätigkeitsberichts und ein Verzeichnis der Veröffentlichungen des Institutes erleichtert.
Der Tätigkeitsbericht kann kostenlos angefordert werden beim Volkswirtschaftlichen Institut für Mittelstand und Handwerk an der Universität Göttingen, Käte-Hamburger-Weg 1, 37073 Göttingen, Tel. 0551-39 48 82, Fax: 0551-39 95 53, E-Mail:
info@ifh.wiwi.uni-goettingen.de oder per Download aus dem Internet (
www.ifh.wiwi.uni-goettingen.de) bezogen werden.


