Weitere Informationen auf der Homepage des Instituts...
Inhalt
Der Kilimandscharo ruft
Der Wunsch aller 17 Mitarbeiter des Instituts für Technik der Betriebsführung (itb) für ihren Anfang dieses Monats in den Ruhestand verabschiedeten Geschäftsführer Klaus-Dieter König war dann doch außergewöhnlich: "Wir wünschen ihm Zeit zum Genießen, Geselligkeit, Gesundheit, und dass er endlich auf dem Kilimandscharo stehen kann." Gipfelstürme allerdings waren dem gelernten Werkzeugmacher und späteren Diplom-Wirtschaftsingenieur beruflich eher fremd. Er gehörte mit seinen 33 Jahren der Zugehörigkeit zum itb eher zu den ausdauernden Langstreckenläufern, kam er doch bereits 1978 ins Institut, um es in mehr als drei Jahrzehnten entscheidend mit zu prägen.
Institutsleiterin Professor Dr. Birgit Ester hob in einer Feierstunde anlässlich der Verabschiedung von Klaus-Dieter König vor allem die Tatsache hervor, dass der hohe Bekanntheitsgrad des itb als einem kompetenten Problemlöser innerhalb der Handwerksorganisation Deutschlands zu einem großen Teil auch auf sein Wirken zurückzuführen sei. "Dies wird umso deutlicher", sagte sie, "wenn man sich heute in unserer Verabschiedungsrunde einmal umsieht." Neben den langjährigen Wegbegleitern aus dem itb selbst hatten sich auch viele ehemalige Kollegen und Berater aus dem Zentralverband des Deutschen Handwerks (ZDH), aus verschiedenen Fachverbänden und Handwerkskammern eingefunden.
Doch Klaus-Dieter König sorgte nicht allein dafür, dass der Name des itb immer häufiger genannt wurde. Vor allem sein intensiver persönlicher Kontakt zu den Beratern der Handwerksorganisation, ergänzte Birgit Ester, habe dem itb einen immer besseren Zugang zu den Kammern und Verbänden des deutschen Handwerks eröffnet. "Seine ausgeprägte Fähigkeit zum Networking sowie seine strukturierte Herangehensweise an die Lösung komplexer Sachverhalte machten Klaus-Dieter König für über 30 Jahre zu einer tragenden Säule unseres Instituts", erklärte Birgit Ester.
Als Managementpartner des Handwerks liege nach Aussage der Institutsleiterin die Kompetenz des itb in Forschung und Training vor allem auf dem Gebiet der Unternehmensführung für den Mittelstand. "Das Markenzeichen unserer Forschungsarbeit", so Birgit Ester, "ist die einzigartige Verbindung von strikter Praxisnähe und betrieblicher Nutzenorientierung durch die permanente Zusammenarbeit mit Unternehmen in Verbindung mit dem Einsatz modernster wissenschaftlicher Methoden und Instrumente. Und exakt an dieser Schnittstelle hat Klaus-Dieter König all die Jahre gewirkt und den guten Ruf unseres Hauses kompetent und beharrlich gemehrt."
Im Bereich der Beraterweiterbildung sowie im Arbeitsbereich "Planung und Einrichtung von Betrieben" fand Klaus-Dieter König seine wichtigsten Beschäftigungsfelder. Ein weiteres Tätigkeitsfeld bot sich ihm bei der Erstellung von zwei Planspielen zum Thema Unternehmensentwicklung und Unternehmenssimulationen. Hier fand auch seine hoch entwickelte soziale Kompetenz ihren gestalterischen Nährboden. Sein Netzwerk wurde immer größer. Die Zahl der Partner und schließlich auch der Weggefährten des Karlsruher Forschungsinstituts stieg beständig. In den letzten Jahren seines Berufslebens war er verstärkt im Forschungsbereich "Sicherheit und Gesundheitsschutz/Arbeitsgestaltung" tätig und hatte einen ganz entscheidenden Anteil an der erfolgreichen Zertifizierung des Instituts nach der DIN EN ISO 9001:2008. Seiner Weitsicht und Ausdauer vor allem ist es zu verdanken, dass das itb das erste der fünf im Deutschen Handwerksinstitut zusammengeschlossenen Forschungseinrichtungen ist, dessen Dienstleistungen vollständig dem neuen Qualitätsmanagementsystem unterliegen.
itb-Geschäftsführer Ewald Heinen ergänzte mit seinen sehr persönlichen Eindrücken die Abschiedsworte der Institutsleiterin: "Als ich 1982 ins itb kam, war Klaus-Dieter König bereits eine Institution. Er hat mich durch mein ganzes Arbeitsleben hindurch begleitet. Wir pflegten einen engen, freundschaftlichen Austausch. Und jetzt ist ihm der Kilimandscharo wichtiger…" Niemals aber geht man so ganz. Klaus-Dieter König dankte in herzlichen Worten allen Gästen und versprach, vor allem den jüngeren Kolleginnen und Kollegen auch künftig mit seinem Rat zur Seite stehen zu wollen. Dann erklangen noch einmal die Gläser zum Abschied: "Auf Wiedersehen im itb."


