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Empirische Erkenntnisse zum Entscheidungsverhalten von Auszubildenden im Handwerk beim Eintritt in den Arbeitsmarkt
Am 15.09. und 16.09.2011 veranstaltete das Institut für Arbeitsmarkt und Berufsforschung in Nürnberg eine Konferenz zum Thema "Perspectives on (Un-) Employment". Maximilian Wolf vom Ludwig-Fröhler-Institut (LFI) für Handwerkswissenschaften – Forschungsstelle für Handwerkswirtschaft und Recht im Deutschen Handwerksinstitut e.V. – hielt zusammen mit Robert Wagner von der Ludwig-Maximilians-Universität in München einen Vortrag über das Entscheidungsverhalten von Auszubildenden beim Eintritt in den Arbeitsmarkt.
Der Vortrag beschäftigte sich vor dem Hintergrund des Fachkräftemangels mit den Determinanten, anhand derer Auszubildende im Handwerk komplexe Jobwechsel, d.h. einen Wechsel von Beruf und/oder Arbeitgeber, nach Abschluss der Ausbildung vornehmen. Die Analyse zeigt überraschender Weise, dass monetäre Anreize keinen signifikanten Einfluss auf die Entscheidung der Auszubildenden haben. Dieses Ergebnis lässt vermuten, dass die jungen Fachkräfte zwar einen ausreichenden Lohn erwarten, dieser jedoch nur eingeschränkt einen Bindungsfaktor darstellt. Einen maßgeblichen Einfluss auf den Verbleib im Handwerk hingegen haben beispielsweise die regionale Nähe des Arbeitsplatzes zum Wohnort, das Image des Ausbildungsunternehmens oder Karrieremöglichkeiten.
Die empirischen Erkenntnisse beinhalten wichtige Implikationen für die Fachkräftesicherung im Handwerk. Die Einstellung von neuen Auszubildenden aus der Region des Unternehmens oder das frühzeitige Aufzeigen von Karrieremöglichkeiten (z.B. Studium mit Meistertitel) stellen zwei Maßnahmen dar, die helfen können, junge Fachkräfte nach Abschluss der Ausbildung im Unternehmen zu halten.
Der Vortrag "What drives the intentions of craft apprentices to change employer or occupation?" ist im Internet kostenfrei abrufbar unter
www.lfi-muenchen.de/publikationen/Intentions.pdf.
Ansprechpartner:
Maximilian Wolf
Tel.: 089-515560-85
E-Mail:
wolf@lfi-muenchen.de


