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Fachtagung Innovationsförderprogramme und Beratungspraxis

Über 100 Technologie- und Innovationsberater und Gäste aus dem Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie (BMWi) sowie den zuständigen Projektträgern erörterten auf einer Fachtagung am 07. November 2011 in Berlin das Zusammenwirken zwischen den handwerksrelevanten Innovationsförderprogrammen und der Beratungspraxis. Die Veranstaltung stand unter der fachlichen Leitung des Heinz-Piest-Instituts (HPI) für Handwerkstechnik in Hannover – Forschungsstelle für Technik, Organisation und Qualifizierung im Deutschen Handwerksinstitut e.V. – und fand in Kooperation mit dem Zentralverband des Deutschen Handwerks (ZDH) statt.

Karl-Sebastian Schulte, ZDH/UDH

In seiner Begrüßung stellte der Geschäftsführer des ZDH und des Unternehmerverbands Deutsches Handwerk (UDH), Karl-Sebastian Schulte, die Notwendigkeit einer kontinuierlichen und auf Dauer angelegten Technologie- und Innovationsberatung für das Handwerk heraus. Unternehmen benötigten fachgerechte Beratung und Unterstützung zur Umsetzung ihrer Innovationsvorhaben. Handwerksbetriebe nutzten die Innovationsförderprogramme des BWMi noch immer unzureichend. Deshalb gelte es, die Programme noch KMU-freundlicher auszugestalten, so Schulte.

Bernd Jäckel (BMWi) stellte das "Zentrale Innovationsprogramm Mittelstand" (ZIM) vor und nannte zahlreiche Anwendungsbeispiele. Diese belegten, dass das Antragsverfahren und die Anforderungen des ZIM für Klein- und Kleinstbetriebe aus dem Handwerk keine Hürde darstellen. Die Inanspruchnahme seitens des Handwerks kann mit 248 ZIM-SOLO-Vorhaben, 73 ZIM-Kooperationsvorhaben und 13 ZIM-Netzwerken als sehr erfreulich bezeichnet werden. Bei den ZIM-SOLO-Vorhaben beläuft sich der Anteil an der Förderung sogar auf 5,7 % der Antragssumme.

Dr. Hartwig von Bülow (Handwerkskammer für München und Oberbayern) ergänzte mit seinem Beitrag "Innovationsförderung – was hilft Handwerksbetrieben?" sehr praxisnah die positive Bilanz seines Vorredners. Am Beispiel der Bayerischen Innovationsgutscheine zeigte er mögliche Kombinationen zwischen Landes- und Bundesförderung auf.

Rainer Hauk, Beauftragter für Innovation und Technologie (BIT) der Handwerkskammer zu Leipzig, und der Unternehmer Lutz Sommerlad von der Firma Tectorius Ortschaumsanierungen reflektierten an einem bundesgeförderten Innovationsprojekt, wie das Zusammenspiel zwischen Unternehmen und BIT verlaufen kann. Das entwickelte Flachdachsanierungsgerät spart bis zu
45 % der Sanierungskosten ein. Die wirtschaftliche Umsetzung der Verfahrensentwicklung erfolgt über eine eigens für die Dienstleistungserbringung gegründete Firma.

Anke Hoffmann (Projektträger Jülich) referierte als zuständige Ansprechpartnerin für die Förderinitiative SIGNO. Sie stellte die neue Förderrichtlinie vor und warb für Vertrauen in ein im Handwerk anerkanntes Förderprogramm. Hans-Dieter Weniger (Technologie-Transfer-Ring Handwerk NRW) berichtete als Innovationsberater über die Inanspruchnahme der Förderinitiative SIGNO. Ausgewählte Innovationsprojekte unterstreichen die hohe Akzeptanz der KMU-Patentaktion im Handwerk. Als Praxisbeispiel ist besonders die vom Zahntechnikermeister Uwe Bussmeyer entwickelte Schnarch- und Apnoeschine hervorzuheben.

Die im August 2011 in Kraft getretene neue Richtlinie der BMWi-Innovationsgutscheine go-Inno wurde von Dr. Anette Rückert (BMWi) und Dr. Wolfgang Horlmus, der im Auftrag des BMWi als Projektträger für die Umsetzung des Förderprogramms verantwortlich ist, vorgestellt. KMU können Beratungsleistungen im Innovationsprozess durch spezialisierte Beratungsunterunternehmen in Anspruch nehmen. Damit ergänzen sich die Innovationsgutscheine des Bundes und der Länder in den Förderzielen. Über deren Einsatz und Effektivität in den vergangenen drei Jahren referierte Norbert Durst, Beauftragter für Innovation und Technologie der Handwerkskammer Region Stuttgart. 20 % der bisher 1.500 bewilligten Innovationsgutscheine in Baden-Württemberg konnten von Handwerksbetrieben in Anspruch genommen werden.

Dr. Bernhard Sauer, Beauftragter für Innovation und Technologie der Handwerkskammer für Oberfranken, stellte einige besonders ausgeprägte Innovationsleistungen aus der Bierland- und Genussregion Oberfranken vor. Diese Region verbindet handwerkliche Tradition, Tourismus, regionale Vermarktung und Unternehmertum. Sie steht damit für eine in Deutschland einmalige gelungene Synthese zwischen Tradition und Zukunft.

Weitere Informationen über das Netzwerk der Beauftragten für Innovation und Technologie sind abrufbar unter www.bistech.de.

Ansprechpartner:
Dipl.-Ing. Walter Pirk
Zentrale Leitstelle für Technologie-Transfer im Handwerk
Tel.: 0511-70155-19
E-Mail: pirk@hpi-hannover.de

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Heinz-Piest-Institut (HPI) für Handwerkstechnik

Weitere Informationen auf der Homepage des Instituts...

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