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itb-Pilotbetrieb erhält Deutschen Arbeitsschutzpreis 2011
Die bad & heizung Kreuz GmbH aus Schallstadt ist einer von vier Preisträgern des Deutschen Arbeitsschutzpreises 2011, der vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales, dem Länderausschuss für Arbeitsschutz und Sicherheitstechnik und der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung ausgelobt wurde. Der zum zweiten Mal verliehene Deutsche Arbeitsschutzpreis ist die höchste Auszeichnung eines Unternehmens für den Arbeitsschutz in Deutschland. Die Verleihung fand vergangenen Monat im Rahmen der Eröffnungsveranstaltung des Kongresses für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (A + A) in Düsseldorf statt. Mehr als 200 Unternehmen hatten sich um diesen Preis beworben.
- v.l.n.r.: Marina Schröder (Vorstandsvorsitzende der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung), Joachim Kreuz (Geschäftsführer Kreuz GmbH), Dr. Ruth Kreuz, Dr. Joachim Schuster (Staatsrat bei der Senatorin für Bildung, Wissenschaft und Gesundheit Bremen) sowie Hans-Joachim Fuchtel (Parlamentarischer Staatssekretär bei der Bundesministerin für Arbeit und Soziales)
Der ausgezeichnete Handwerksbetrieb gehörte zu den Pilotbetrieben des vom Institut für Technik der Betriebsführung (itb) in Karlsruhe – Forschungsstelle für Technik, Organisation und Qualifizierung im Deutschen Handwerksinstitut e.V. – durchgeführten NOAH-Projekts, das vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) gefördert und vom Projektträger DLR begleitet werde. NOAH – das stand für "Nutzenoptimierten und kostenreduzierten Arbeits- und Gesundheitsschutz in Handwerksbetrieben". Ziel dieses im Rahmen des BMBF-Förderprogramms "Innovationsfähigkeit in einer modernen Arbeitswelt" geförderten Forschungsvorhabens war die Entwicklung und Erprobung innovativer Konzepte und Modelle eines systematischen und wirkungsvollen Arbeits- und Gesundheitsschutzes, die einen unmittelbaren und konkreten betrieblichen Nutzen versprechen.
Unter Beteiligung der 18 Mitarbeiter und Auszubildenden hat die bad & heizung Kreuz GmbH im Rahmen des NOAH-Projekts passgenaue Instrumente für einen kleinen Betrieb entwickelt, die zeigen, wie Arbeitsschutz praxisnah in die täglichen Abläufe und Prozesse integriert werden kann. Gesprächsprotokolle mit einer festen Gliederung, Checklisten, Gefährdungsbeurteilungen, feste Regeln und spezielle Arbeitskleidung – mit diesen und vielen weiteren Maßnahmen hat der Betrieb bereits die besten Erfahrungen im Arbeitsschutz gemacht. Für das Team sind spezielle Schutzmaßnahmen inzwischen Standard. Jeder Mitarbeiter verfügt über seine persönliche Schutzausrüstung, bestehend aus Mund- und Gehörschutz, Schutzbrille, Handschuhen und Schutzhelm. Der Betrieb hält außerdem ein Asbest-Set bereit, eine spezielle Ausrüstung, die seinen Träger sicher vor krebserregenden Asbestfäden schützt. Darüber hinaus initiierte das ausgezeichnete Unternehmen ein gewerbeübergreifendes Netzwerk mit inzwischen schon fünf Handwerksbetrieben der Region, die nun ebenfalls mit vergleichbaren einfachen Instrumenten und Methoden für einen besseren Arbeitsschutz ihrer Mitarbeiter sorgen.


