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itb-Präsentation in Berlin

"Wir haben gemeinsam mit Unternehmerinnen und Unternehmern auf der Grundlage unseres Modells verschiedene Methoden und Instrumente ausgewählt, mit denen sie in der Zukunft bestimmte Situationen in ihren Betrieben selbst untersuchen und geeignete Maßnahmen zur Veränderung entwickeln können", berichtete Kristina Kuiper vom Institut für Technik der Betriebsführung (itb) in Karlsruhe – Forschungsstelle für Technik, Organisation und Qualifizierung im Deutschen Handwerksinstitut e.V. – im Rahmen ihrer jüngsten Präsentation des Verbundprojekts "HaFlexSta" in Berlin. Die Karlsruher Expertin war Gast des vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) ausgerichteten 3. Zukunftsforums Innovationsfähigkeit. Im Anschluss an die Projektpräsentation suchte eine Arbeitsgruppe unter Leitung von Kristina Kuiper im Rahmen eines Workshops nach Antworten auf konkrete Fragen zur Verbesserung der Wettbewerbssituation kleiner und mittelständischer Betriebe. Parallel dazu war das itb auch mit einem aktuellen Informationsstand auf dem 3. Zukunftsforum des Bundesforschungsministeriums vertreten.


Der Name "HaFlexSta" steht für die im Projekt angepeilte Balance aus Flexibilität und Stabilität (www.haflexsta.de). Mit Flexibilität sei sowohl die Bereitschaft als auch die Befähigung der Unternehmenslenker im Handwerk zur aktiven Veränderung und Gestaltung ihrer Betriebe gemeint, skizzierte Kristina Kuiper den Projektrahmen. Eine stabile wirtschaftliche Lage der Unternehmen gehöre selbstverständlich ebenfalls dazu. Mit HaFlexSta gehe es nun darum, Wissenslücken zu erkennen und sie systematisch zu schließen. "Lebenslanges Lernen ist hier keine Worthülse", erklärte die itb-Expertin, "sondern die wichtigste Voraussetzung dafür, dass Handwerksbetriebe die anstehenden Herausforderungen des Marktes auch künftig rechtzeitig erkennen und richtig darauf reagieren." Nur so seien die Leistungs- und Innovationsfähigkeit der Betriebe und damit ihre Wettbewerbsfähigkeit auch in der Zukunft gewährleistet.

Kristina Kuiper (itb)


Stichworte wie "Globalisierung", "demografischer Wandel" oder "komplexer werdende Märkte" sind auch im Handwerk längst angekommen. Die Dynamik aller Veränderungen auf den Märkten, in der Gesellschaft und nicht zuletzt bei den Wünschen der Kunden steigt ständig. Gleichzeitig sind diese für die betriebswirtschaftlichen Entscheidungen der Handwerksunternehmer so wichtigen Handlungsfelder von einer hohen Komplexität und nicht zuletzt sogar von großer Instabilität gekennzeichnet. Nur selten aber, und da sind sich sowohl die Experten als auch die Unternehmerinnen und Unternehmer einig, sind die Handwerksbetriebe auch strategisch auf diese Herausforderungen vorbereitet. Und nur selten verfügen sie auch über geeignete Instrumente und Konzepte zum "Managen" dieser Dynamik. Das soll sich mit "HaFlexSta" ändern.

Im Rahmen des Projekts wurde mittlerweile ein handwerksgerechtes Modell zur Ausbalancierung von Flexibilität und Stabilität entwickelt. Ebenfalls auf die Bedürfnisse des Handwerks zugeschnittene Handlungskonzepte und Instrumente der Arbeits- und Organisationsgestaltung sowie Methoden zur Personal-, Organisations- und Kompetenzentwicklung wurden erarbeitet. Zu den Zielen von "HaFlexSta" gehört auch die pilotartige Erprobung des entwickelten Modells sowie der Handlungskonzepte und Instrumente zusammen mit insgesamt 15 Pilotbetrieben. Die Betriebe wurden dazu in zwei Unternehmernetzwerke eingeteilt. Diese Netzwerke arbeiten über eineinhalb Jahre zusammen und erproben die erarbeiteten Handlungskonzepte und Instrumente in der betrieblichen Praxis. Ein spezielles Evaluationskonzept sieht Erhebungen sowohl bei den Pilotbetrieben als auch in einer ebenfalls aus 15 Handwerksbetrieben bestehenden Kontrollgruppe vor. Ergänzend erfolgt eine formale Evaluation, die u.a. aus Kurzbefragungen, "Blitzlicht-Reflexionen" und Feedback-Runden im Rahmen von Workshops und Prozessbeobachtungen besteht.

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Institut für Technik der Betriebsführung (itb)

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