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Neue Aufträge durch Bildungsexport

Im Rahmen eines Expertentreffens mit Beratern und Vertretern der Handwerksorganisation präsentierten Dr. Giuseppe Strina, Peter Winkler und Ewald Heinen aus dem Institut für Technik der Betriebsführung (itb) in Karlsruhe – Forschungsstelle für Technik, Organisation und Qualifizierung im Deutschen Handwerksinstitut e.V. – die Ergebnisse ihrer im Auftrag des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) durchgeführten Studie zum Thema "Export von Bildungsdienstleistungen". Ziel der Studie war es, eine Bestandsaufnahme über die zu Ende gehende 1. Förderrunde des BMBF zu erstellen und einen Strukturierungsansatz für künftige Fördermaßnahmen zu entwickeln. Dabei suchten die itb-Experten insbesondere nach Wegen und Instrumenten, die zu einer nachhaltigen Nutzbarmachung von Exportpotentialen und zu echten Multiplikatoreneffekten führen können.

"Zwei Kernaussagen sind das Ergebnis unserer Bestandsaufnahme des Status Quo", erläutert Ewald Heinen. "Zum einen haben wir in der Handwerksorganisation einen Bedarf ausmachen können, denn die Kammern sind in der Regel ja auch die Träger von Bildungseinrichtungen. Mit dem Bildungsexport, wobei ich natürlich in erster Linie an unser weltweit anerkanntes duales Ausbildungssystem in Deutschland denke, lassen sich also eine Fülle neuer Themen und Aufträge erschließen." Zweitens sei die Erarbeitung eines Modells gelungen, so itb-Projektleiter Dr. Giuseppe Strina, die im itb intensiv erforschte Methodik der systematischen Dienstleistungsgestaltung für den Bildungsexport weiter zu entwickeln. "In einem nächsten Schritt", so Strina, "wollen wir unser hier erworbenes Know-how für die Thematik des Bildungsexports anpassen." Das BMBF verfüge jetzt über ein Modell einschließlich der Instrumente für die zukünftige Strukturierung von Fördermaßnahmen.

Vorausgegangen war eine eingehende Marktsondierung. Drei Good-Practice-Fälle präsentierte Peter Winkler dem Expertengremium. Darüber hinaus wurden Interviewergebnisse aufbereitet und ergänzten die Bestandsaufnahme des Status Quo. Schwerpunkte der Befragung waren die Erfolgsfaktoren für den Export von Bildungsdienstleistungen, aber auch Stolpersteine; zukünftige Potentiale und Risiken wurden beleuchtet. Darüber hinaus wurden Fragen nach eventuell schon vorhandenen Vermittlerleistungen sowie zum Bedarf von Unterstützerangeboten beantwortet, um einen Überblick über die Anbieter-Nachfrager-Beziehungen zu bekommen.

Abschließend werden jetzt noch die Ergebnisse der Studie in Form von konkreten Handlungsempfehlungen für zukünftige Fördermaßnahmen des Bundesforschungsministeriums aufbereitet. Schwerpunktmäßig geht es hier um die stärkere Kooperation inländischer Intermediäre (z.B. Handwerkskammern) zu ausländischen Intermediären und darüber hinaus auch zu ausländischen Unternehmen.

Ansprechpartner:
Dipl.-Wi.-Ing. Ewald Heinen
Tel.: 0721-93103-18
E-Mail: heinen@itb.de

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Institut für Technik der Betriebsführung (itb)

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