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Neue Veröffentlichung des Ludwig-Fröhler-Instituts erschienen
Immer mehr frisch ausgebildete Fachkräfte verlassen nach Ende ihrer Ausbildung das Handwerk. Der daraus resultierende Fachkräftemangel bereitet vielen Handwerksunternehmen vor dem Hintergrund des demografischen Wandels zunehmend ernsthafte Probleme. Um auch weiterhin wachsen zu können und mit der technologischen Entwicklung Schritt zu halten, ist es für das Handwerk sehr wichtig, diejenigen Determinanten der Arbeitszufriedenheit zu kennen, die Auszubildende dazu bewegen, am Ende ihrer Ausbildung im Handwerk zu bleiben oder in andere Wirtschaftsbranchen zu wechseln.
Baierend auf einer empirischen Untersuchung des Ludwig-Fröhler-Instituts (LFI) für Handwerkswissenschaften – Forschungsstelle für Handwerkswirtschaft und Recht im Deutschen Handwerksinstitut e.V. – wurden in Bayern 2.200 Auszubildende im letzten Ausbildungsjahr aus sieben Gewerken (z.B. Kfz- und Bäckereigewerbe) zu ihrer Arbeitszufriedenheit (z.B. hinsichtlich monetärer Leistungen oder dem Arbeitsklima) und ihren Zukunftsplänen (Verbleib im Handwerk oder Wechsel in eine andere Wirtschaftsbranche) befragt. Die Untersuchungsergebnisse zeigen, dass monetäre Leistungen keinen Einfluss auf den Verbleib im Handwerk bzw. den Wechsel in einen anderen Wirtschaftsbereich haben. Nicht-monetäre Leistungen spielen im Entscheidungsprozess der Auszubildenden jedoch eine maßgebliche Rolle. Vor allem für die Faktoren "Freude an der Arbeit", "Image des Ausbildungsbetriebs", "Verhältnis zum Vorgesetzten", "regionale Nähe zur Firma", "Beschäftigungssicherheit" und "Karrierechancen" können signifikante Einflüsse nachgewiesen werden.
Die vollständigen Ergebnisse sowie daraus resultierende Implikationen für Institutionen und Betriebe im Handwerk können im Working Paper nachgelesen werden, das unter
http://ideas.repec.org/p/iso/educat/0060.html zum Download zur Verfügung steht.
Ansprechpartner:
Maximilian Wolf
Tel: 089-515560-85
E-Mail:
wolf@lfi-muenchen.de


