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Strategische Unternehmensführung ist zentrales Qualifikationsziel

Der Rahmenlehrplan für die Aufstiegsfortbildung "Geprüfte/r Betriebswirt/-in nach der HWO" wird auf Grund der neuen, bundesweit geltenden Prüfungsverordnung, die zum 01. April 2011 in Kraft getreten ist, derzeit neu erarbeitet. Das Institut für Technik der Betriebsführung (itb) in Karlsruhe – Forschungsstelle für Technik, Organisation und Qualifizierung im Deutschen Handwerksinstitut e.V. – ist in einem beim Zentralverband des Deutschen Handwerks (ZDH) eingerichteten Arbeitskreis federführend für die Entwicklung des neuen Rahmenlehrplans zuständig. Der Arbeitskreis umfasst neben Vertretern der Handwerkskammern Chemnitz, Hamburg, Rhein-Main, der Handwerkskammer für Schwaben und der Akademie des Handwerks Raesfeld auch die Sachverständigen, die bereits an der Erarbeitung der Prüfungsverordnung mitgewirkt haben. Darüber hinaus konzipiert das itb zusammen mit der Zentralstelle für die Weiterbildung im Handwerk (ZWH) derzeit Informationsveranstaltungen und Prüferschulungen für die Qualifikation „Geprüfte/r Betriebswirt/-in nach der HWO“. Dies geschieht im Rahmen eines Projektes mit den genannten Einrichtungen aus der Handwerksorganisation, das durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) gefördert wird.

Gegenüber den bisher angewendeten kammereigenen Fortbildungsprüfungsregelungen wird mit der neuen Rechtsverordnung die strategische Unternehmensführung als zentrales Qualifikationsziel der künftigen Fortbildung zum geprüften Betriebswirt des Handwerks in den Mittelpunkt gestellt. Die Neukonzeption umfasst deshalb die für eine erfolgreiche betriebliche Entwicklung immer wichtiger werdenden Themen wie Unternehmensstrategie, Unternehmensführung, Personalmanagement und Innovationsmanagement. Darüber hinaus werden bei der Konzeptionierung des Rahmenlehrplans der verstärkte Einsatz zeitgemäßer Lehr- und Lernmethoden wie z.B. eine stringente Handlungsorientierung oder die Projektarbeit sowie weitere praxisorientierte pädagogisch-didaktische Gesichtspunkte berücksichtigt.

Durch die Fortbildung sollen die Fähigkeiten der in den Unternehmen tätigen Lehrgangs-Absolventen zur eigenständigen, nachhaltigen, langfristig ausgerichteten qualifizierten Führung ihrer Betriebe konsequent weiter gestärkt werden. Dies ist eine der wichtigsten Voraussetzungen für das Bestehen in einem zunehmend stärker werdenden, auch grenzüberschreitenden europäischen und internationalen Wettbewerb. Die Unternehmen werden so noch besser in die Lage versetzt, zusätzliche Marktchancen im Rahmen der geplanten Unternehmensstrategie zu nutzen. Möglich wird dies beispielsweise durch eine systematische, das gesamte Unternehmen ergreifende Dienstleistungsorientierung, indem Alleinstellungsmerkmale herausgearbeitet werden, die die Wettbewerbsfähigkeit auch im internationalen Markt deutlich erhöhen. Darüber hinaus sind die Betriebe so besser gewappnet für den auf nationaler Ebene zunehmend schärfer werdenden Wettbewerb auch mit Akteuren aus anderen Sektoren der Wirtschaft wie etwa aus Industrie und Handel, die verstärkt in ehedem dem Handwerk vorbehaltene Märkte drängen.

Im Rahmen der Neuordnung wird das itb gemeinsam mit den bereits genannten ausgewählten Einrichtungen der Handwerksorganisation eine pilothafte Erprobung der Neukonzeption durchführen. Die unmittelbare Evaluation dieser Pilotlehrgänge bietet die Chance, sofort als sinnvoll erkannte Korrekturen durchzuführen und so den Weiterbildungseinrichtungen der Handwerksorganisation eine bereits in der Praxis erprobte Seminarkonzeption mit allen begleitenden und unterstützenden Maßnahmen anbieten zu können. Dies erhöht ganz wesentlich die Erfolgswahrscheinlichkeit und Akzeptanz der Maßnahme und unterstützt effizient die Umsetzung in der Breite.

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Institut für Technik der Betriebsführung (itb)

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