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Tagung des Expertenkreises "Innovation"
Die diesjährige Tagung des Expertenkreises "Innovation" wurde in Kooperation mit der Handwerkskammer Freiburg vom 12. - 13.05.2009 durchgeführt und stand unter der Leitung des Heinz-Piest-Instituts (HPI) für Handwerkstechnik – Forschungsstelle für Technik – Organisation – Qualifizierung im Deutschen Handwerksinstitut e.V. –. Die 19 Teilnehmer beschäftigten sich insbesondere mit betrieblichen Innovationsprozessen und methodischen Instrumenten.
Fördermaßnahmen des Bundes, insbesondere das Zentrale Innovationsprogramm Mittelstand (ZIM), standen im Vordergrund des Vortrages von Dr. Klaus Brandenburg, Invent-net GmbH. Das Referat über die Innovationsberatungspraxis wurde durch Fallbeispiele aus kleinen und mittleren Unternehmen untermauert. Die Hypothese, dass Handwerksunternehmer vielfach intuitiv entscheiden oder etwa die Aussage "Intuition ist sedimentierte Erfahrung", entfachte im Teilnehmerkreis eine lebhafte Diskussion über das Für und Wider von Werkzeugen zur systematischen Entwicklung von Innovationsprozessen. Fest steht, dass der sicherere Weg – das bedeutet ein systematischer prozessorientierter Entscheidungsweg – nicht automatisch der bessere ist. Genialität und Intuition sind unverzichtbar im Innovationsprozess. Kluge Wegbegleiter und Methodenunterstützung können jedoch helfen, Fehler zu vermeiden.
Die Arbeitsgruppe "BiS-Tech Werkzeuge" stellte ihr derzeitiges Ergebnis dem Expertenkreis "Innovation" vor. Die Mitglieder der Arbeitsgruppe werden im nächsten Schritt Erfahrungen mit dem Werkzeug machen und sie im Rahmen von Bestpractice-Beispielen anderen Beraterinnen und Beratern des Netzwerks vorstellen. Dazu soll das Internetportal "BiS-Tech" genutzt werden.

- Mindmap "Systematische Unternehmensentwicklung"
Als interessante Ergänzung zu den Ergebnissen des Arbeitskreis "BiS-Tech-Werkzeuge" stellte Ewald Heinen (itb Karlsruhe) die Ergebnisse des Projekts "Service Engineering – Innovationstreiber in KMU" vor. Auch dieses Ergebnis vermittelt Methodenkompetenz. Der unmittelbare betriebliche Nutzen der Forschungsarbeit liegt darin, dass die Unternehmerinnen und Unternehmer durch die Verwendung eines entwickelten "Werkzeugkastens" zum systematischen Aufbau von Dienstleistungen Entwicklungskosten senken und Entwicklungszeiten verkürzen können.
Christian Heinecke (HPI) referierte über die derzeitigen und zukünftigen Aktivitäten der Innovationsberatung und -förderung im Land Niedersachsen. Die zukünftigen Aktivitäten zielen auf eine Kooperation mit dem Erfinderzentrum Norddeutschland (EZN) und den Technologie- und Gründerzentren unter Einbindung der Hochschulen ab. Den Technologie-Transfer-Stellen der Handwerksorganisation kommt dabei eine wichtige Aufschließungsrolle zu.
Ergänzend präsentierte Sven Dethmann (ZDH) den Teilnehmerinnen und Teilnehmern der Veranstaltung die Möglichkeiten der neuen Internetplattform "BiS-Tech".
Dr. Ali Gholamazad stellte seine Promotionsarbeit "Analyse und Bewertung des qualitativen Beitrags von Mitarbeiterqualifikationen zum betrieblichen Innovationsprozess" vor. Er wird künftig das Heinz-Piest-Institut verstärken und dort das Projekt "Zentren für Unternehmensentwicklungsprozesse" (ZEUPRO) bearbeiten.
Informationen zum Netzwerk der Technologie- und Innovationsberater (TTnet) sind zu finden unter:
www.hpi-hannover.de/tt-netzwerk.
Ansprechpartner:
Dipl.-Ing. Walter Pirk
Zentrale Leitstelle für Technologie-Transfer im Handwerk
Tel.: 0511-7 01 55-19
E-Mail:
pirk@hpi-hannover.de


