Inhalt

Teilnahme an überbetrieblicher Unterweisung auch 2010 stabil

Insgesamt ist auch das Jahr 2010 für das Handwerk geprägt durch eine leicht abfallende Anzahl der Beschäftigten bei geringer Zunahme der Betriebszahlen, für den Lehrlingsbestand ist allerdings ein deutlicher Rückgang (- 7,2 %) zu verzeichnen.

Der seit zehn Jahren bestehende Rückgang des Lehrlingsbestandes um 22,2 % ist u.a. auf die Änderung der HwO 1998 und die Novellierung der HwO im Jahre 2003 zurückzuführen. Der damit ausgelöste Strukturwandel schuf kleinere Betriebsgrößen, weniger Beschäftigte und damit auch weniger Auszubildende. Daneben spielt aber auch die demografische Entwicklung insbesondere in Ostdeutschland in den letzten Jahren eine besondere Rolle.

Erwähnenswert ist, dass von den 987.818 Betrieben des Handwerks 202.922 ausbilden, im Jahr 1999 waren es noch 275.060 Betriebe. Immerhin ist aktuell aber noch ein Ausbildungsquotient von 2,2 Lehrlingen pro Ausbildungsbetrieb zu verzeichnen.

Damit bleibt das Handwerk nach wie vor größter Ausbildungsbereich und die zuständigen Handwerksorganisationen legen weiterhin großen Wert darauf, diesen Status durch den Erhalt ihrer Bildungsstätteninfrastruktur zu erhalten, um sowohl im Ausbildungs- als auch im Weiterbildungssektor ihren Beschäftigten qualitativ gute berufliche Bildungsangebote bieten zu können und damit wettbewerbsfähig zu sein. Im Ausbildungsbereich dokumentiert sich diese Bereitschaft in der Inanspruchnahme der für jeden Beruf fachspezifisch entwickelten Lehrgänge. Inzwischen steht für 99 % der Lehrlinge ein entsprechendes Lehrgangsprogramm zur Verfügung – das spricht für die Akzeptanz bei den Betrieben.

Eine Messgröße dafür ist die Inanspruchnahme der Lehrgänge, auch Unterweisungsintensität genannt. Diese liegt 2010 bei 4,2 Wochen in der Fachstufe. In diesem Wert sind auch die Berufe der Stufenausbildungsverordnung Bau und des Gerüstbaus mit relativ langen überbetrieblichen Unterweisungsdauern enthalten. Werden diese Angaben ausgenommen, bewegt sich die Unterweisungsintensität für die übrigen Berufe dann bei 3,5 Wochen in der Fachstufe. Gegenüber den Jahren 2008 und 2009 ist der aktuelle Wert erfreulicherweise gleichgeblieben.

Länderweise Verteilung der Lehrlingszahlen und Unterweisungsintensitäten


Die vom Heinz-Piest-Institut (HPI) für Handwerkstechnik – Forschungsstelle für Technik, Organisation und Qualifizierung im Deutschen Handwerksinstitut e.V. – erstellte Broschüre "Überbetriebliche Unterweisung im Handwerk im Jahr 2010" ist im Internet als Download verfügbar.

Suche

 in
Heinz-Piest-Institut (HPI) für Handwerkstechnik

Weitere Informationen auf der Homepage des Instituts...

 weiter