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Zukunftsfähigkeit sichern
Das itb Karlsruhe präsentierte auf der Internationalen Handwerksmesse in München aktuelle Ergebnisse aus vier Projekten.
Im Mittelpunkt der I.H.M. 2008 in München stand die Frage nach den Faktoren, warum das deutsche Handwerk so erfolgreich ist, vor allem aber, wie dieser Erfolg dauerhaft gesichert werden kann? – "Handwerksbetriebe sichern ihre Zukunftsfähigkeit" war deshalb auch das Motto eines Marktplatzes, den das Institut für Technik der Betriebsführung (itb) in Karlsruhe – Forschungsstelle für Technik, Organisation und Qualifizierung im Deutschen Handwerksinstitut e.V. – hier eröffnet hatte. "Gehandelt" wurde mit konkreten Beispielen für Erfolg versprechende Strategien und Modelle im Handwerk.
Den Spagat zwischen Idee und eigentlicher Unternehmung will das vom BMBF geförderte Projekt "Internationalisierung handwerklicher Dienstleistungen" erleichtern. Dem itb in Karlsruhe obliegt in diesem Zusammenhang die Rolle des Konsortialführers unter Einbindung der D H I-Institute HPI in Hannover und ifh in Göttingen sowie der syneco-Unternehmensberatung. Für die Nähe zur Unternehmenspraxis sorgen als weitere Projektteilnehmer ausgewählte Handwerksbetriebe und verschiedene Betriebsberater aus den Bereichen Außenwirtschafts- und Technologie- bzw. Innovationsberatung. Inzwischen ist das itb mit einem speziell für die praktischen Bedürfnisse von Handwerkern entwickelten Seminar auch in der Weiterbildung aktiv und macht seine Forschungsergebnisse den Unternehmern unmittelbar zugänglich.
- itb-Geschäftsführer Ewald Heinen und Unternehmer Jürgen Kull (Kull Schmiede+Design GmbH) sowie Moderator Dr. Albert Ritter (v.l.n.r.) präsentieren das Projekt "Internationalisierung handwerklicher Diensteistungen"
Mit dem ebenfalls vom BMBF geförderten Projekt "Service Engineering – Innovationstreiber in KMU" setzt das itb einmal mehr auf den Transfer von anwendungsbezogenem Know-how im Dienstleistungsbereich. Zweck ist es, die Wettbewerbschancen von Handwerk und Mittelstand durch die bewusste und systematische Gestaltung von Dienstleistungen weiter zu verbessern. Dies geschieht vor allem durch die Einbeziehung von Praxispartnern wie Betrieben, aber auch von Wirtschaftsorganisationen und -verbänden. Das Projekt, das zugleich auch Teil der Hightech-Strategie der Bundesregierung ist, zielt vor allem auf das Know-how dieser Praxispartner und bedient sich dabei einer Doppelstrategie – der exemplarischen Erprobung innovativer Methoden und Modelle in so genannten Pilotbetrieben einerseits und dem zielgerichteten Know-how-Transfer in die Breite durch eine Reihe von Veranstaltungen in Zusammenarbeit mit Verbänden andererseits.
- itb-Geschäftsführer Ewald Heinen und Unternehmer Jürgen Kull (v.l.n.r.) stellen das Projekt "Service Engineering – Innovationstreiber in KMU" vor
Nicht minder aktuell ist die Problemstellung im so genannten Projekt GUSIK – "Gesund und sicher in Kleinstbetrieben", einem dreijährigen Modellprojekt, das vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) gefördert und von der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) fachlich begleitet wird. Grundlage der Projektarbeit ist die neue Unfallverhütungsvorschrift "Betriebsärzte und Fachkräfte für Arbeitssicherheit", die BGV A2. Das Projekt GUSIK verfolgt das Ziel, ein Modell für die Grund- und anlassbezogene Betreuung und Beratung gemäß dieser Vorschrift praxisbezogen auszugestalten. Dazu wurden Betriebe einer Branche mit ähnlichen Gefährdungen in Pools zusammengefasst und durch ein Team aus Betriebsarzt und Fachkraft für Arbeitssicherheit betreut.
Abschließend präsentierte das itb sein NOAH-Projekt. NOAH – das steht für "Nutzenoptimierten und kostenreduzierten Arbeits- und Gesundheitsschutz in Handwerksbetrieben". Dieses im Rahmen des BMBF-Förderprogramms "Innovationsfähigkeit in einer modernen Arbeitswelt" geförderte Forschungsvorhaben und vom Projektträger DLR begleitete Projekt wird in Zusammenarbeit mit den Handwerkskammern für Ostthüringen und Rheinhessen sowie den Forschungsinstituten Arbeit und Zukunft e.V. und Dr. Albert Ritter – Forschung, Beratung, Training sowie ausgewählten Handwerksbetrieben, Kreishandwerkerschaften und Landesinnungsverbänden durchgeführt – kurz, es ist ein weiteres praxisnahes Team-Projekt.
Im Anschluss an die Projektpräsentationen zeichneten ZDH-Präsident Otto Kentzler und die itb-Institutsleiterin Professor Birgit Ester elf Betriebe und drei Handwerksorganisationen aus, die auf dem Gebiet des Arbeits- und Gesundheitsschutzes Vorbilder sind und Vorbildliches leisten.
- Auszeichnung der Besten im NOAH-Projekt: itb-Institutsleiterin Professor Dr. Birgit Ester, das Unternehmerehepaar Joachim und Ruth Kreuz (Kreuz GmbH Bad und Heizung), ZDH-Präsident Otto Kentzler sowie Paul Baier (Baier GmbH) und Johannes Burger, Geschäftsführer der Handwerkskammer Freiburg (v.l.n.r.)


