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Zweite Phase des Projekts "Wirtschaftspolitische Weiterbildung für KMU aus dem Handwerk" erfolgreich abgeschlossen

Im November 2008 ist am Volkswirtschaftlichen Institut für Mittelstand und Handwerk (ifh) an der Universität Göttingen – Forschungsstelle für Handwerkswirtschaft und Recht im Deutschen Handwerksinstitut e.V. – ein Forschungsprojekt angelaufen, das sich mit der Entwicklung und anschließenden Durchführung von wirtschaftspolitischen Weiterbildungsveranstaltungen speziell für Handwerksunternehmer sowie für Multiplikatoren in niedersächsischen Handwerksorganisationen beschäftigt. Der Projektansatz wurde bereits Ende 2008 in den D H I-News vorgestellt. Das Vorhaben wird finanziell unterstützt durch den Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE). Als Kooperationspartner beteiligen sich die sechs niedersächsischen Handwerkskammern im Ziel 2-Gebiet.

Ausgehend von den im Rahmen des ersten Moduldurchlaufs gemachten Erfahrungen wurde ein weiteres Weiterbildungsmodul konzipiert, das sich mit dem Strukturwandel im Handwerk beschäftigt. In kompakter und leicht verständlicher Form wurden hierbei zentrale volkswirtschaftliche Herausforderungen aus Sicht des Handwerks aufbereitet. Neben der Vermittlung von relevantem Hintergrundwissen sollte hierdurch vor allem eine gemeinsame Diskussion über mögliche Lösungsansätze und die allgemeine Zukunftsfähigkeit des Handwerks angeregt werden. Die Weiterbildungsveranstaltungen richteten sich damit zum einen konkret an Handwerksunternehmer, die an wirtschaftspolitischen Fragen interessiert sind und sich über Fakten und Hintergründe eines für die künftige Entwicklung der Handwerkswirtschaft wichtigen Themas informieren wollen. Zum anderen waren Ehrenamtsträger im Handwerk sowie Mitarbeiter der Handwerksorganisationen angesprochen, für die die Fundierung der wirtschaftspolitischen Meinungsbildung von besonderem Interesse ist.

Unter dem Titel "Die Zukunft ‚Meistern‘ - Aktuelle Herausforderungen für das Handwerk" wurde das entwickelte Modul im Zeitraum von Juni bis September 2011 jeweils als halbtägige Weiterbildungsveranstaltung in fünf kooperierenden Handwerkskammern durchgeführt. Dabei wurde im ersten Teil zunächst die zurückliegende Entwicklung in den Blick genommen, um aufzuzeigen, wie sich das Handwerk in der Vergangenheit im wirtschaftlichen Strukturwandel behaupten konnte. Angesichts der in der jüngsten Zeit zunehmenden Beschleunigung der Veränderungsprozesse war hierdurch in der Folge ein neuer Blick auf die aktuellen Herausforderungen möglich, denen sich Handwerksunternehmen gegenübersehen.

Am Beispiel ausgewählter Handwerksbranchen wurde in diesem Zusammenhang im zweiten Teil der Veranstaltung aufgezeigt, wie verschiedene gesamtwirtschaftliche Entwicklungen (Demografischer Wandel, Europäisierung/Globalisierung, Wandel zur Wissensgesellschaft) die Strukturen von handwerksnahen Märkten bereits nachhaltig verändert haben bzw. dies zukünftig aller Voraussicht nach noch tun werden. Der letzte Teil der Weiterbildungsveranstaltung beschäftigte sich schließlich mit der Fachkräftesicherung im Handwerk, um zu verdeutlichen, dass Handwerksunternehmen zur erfolgreichen Bewältigung dieser Herausforderungen in ganz besonderem Maße auf qualifizierte und motivierte Fachkräfte angewiesen sind. Es sollte insbesondere vermittelt werden, dass die künftige Sicherstellung des Fachkräftebedarfs gerade für das Handwerk von existenzieller Bedeutung ist.

Insgesamt nahmen 103 Personen (Unternehmer, Ehrenamtsträger, Mitarbeiter der Handwerkskammern) an den Veranstaltungen der zweiten Weiterbildungsmodulreihe teil. Dabei fiel die Evaluierung des Moduls ausgesprochen positiv aus. So äußerte sich der weit überwiegende Teil der befragten Teilnehmerinnen und Teilnehmer sehr zufrieden bzw. zufrieden mit der inhaltlichen und organisatorischen Durchführung der Veranstaltung. Besonders erfreulich ist, dass die überwiegende Mehrzahl der Befragten bekundete, von der Veranstaltung insgesamt profitiert zu haben. Die meisten Teilnehmerinnen und Teilnehmer fühlten sich zudem in ihren Erwartungen bestätigt, die sie sich auf Grund der Einladungsankündigung zuvor gebildet hatten. Damit konnten sowohl hinsichtlich der Höhe der erreichten Teilnehmerzahl als auch mit Blick auf die Evaluationsergebnisse die positiven Ergebnisse des ersten Weiterbildungsmoduls, das sich dem Themenbereich "Konjunktur und Finanzkrise" gewidmet hatte, nochmals gesteigert werden. Die Verlängerung des Projektförderzeitraums um zwei weitere Jahre bis Ende 2013 bietet eine gute Grundlage, um die Akzeptanz und Inanspruchnahme des für viele Handwerker noch ungewohnten Weiterbildungsangebots auch längerfristig zu etablieren.

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