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Tagungsband zur Wissenschaftlichen Tagung des D H I vom 04. Dezember 2009 in Halle (Saale) zum Thema "Zukunftsperspektiven für das Handwerk"

Das Handwerk hat sich in der aktuellen Finanz- und Wirtschaftskrise als stabilisierender Faktor erwiesen. Dabei ist es weitreichenden Herausforderungen ausgesetzt. Diese Entwicklungen hat das Deutsche Handwerksinstitut mit seiner diesjährigen wissenschaftlichen Tagung aufgegriffen. Im Mittelpunkt der Diskussionen standen die Zukunftsperspektiven für das Handwerk in ihren verschiedenen Dimensionen.

Die Entwicklungen des Handwerks werden von einer Reihe von Faktoren beeinflusst. Dazu gehören neben dem zunehmenden Wettbewerb ein einheitlicher europäischer Arbeitsmarkt, die Globalisierung, neoliberale Tendenzen sowie Änderungen der Alterspyramide.

Die Referenten, Ministerialdirigent Ulrich Schönleiter vom Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie in Berlin, Prof. Dr. Dr. h.c. Hans-Ulrich Küpper vom Ludwig-Fröhler-Institut für Handwerkswissenschaften in München, Prof. Dr. Kilian Bizer vom Volkswirtschaftlichen Institut für Mittelstand und Handwerk (ifh) an der Universität Göttingen, Prof. Dr. Birgit Ester vom Institut für Technik der Betriebsführung (itb) in Karlsruhe, Dr. Andreas Marek vom Heinz-Piest-Institut (HPI) für Handwerkstechnik an der Leibniz Universität Hannover und Prof. Dr. Detlef Buschfeld vom Forschungsinstitut für Berufsbildung im Handwerk (FBH) an der Universität zu Köln setzten sich in ihren Vorträgen mit Fragen der Gesellschaftsentwicklung, dem Einfluss des technologischen Wandels, den betriebs- und volkswirtschaftlichen Auswirkungen sowie den spezifischen Konsequenzen für die Aus- und Weiterbildung unter den Rahmenbedingungen eines vereinten Europas auseinander.

Im Rahmen einer Podiumsdiskussion haben Unternehmensvertreter konkrete Beispiele erfolgreicher Zukunftsstrategien aus der handwerklichen Praxis präsentiert. Insbesondere auf diese Best-Practice-Beispiele als einen deutlichen Beleg der hohen Praxisrelevanz der Thematik verwies Holger Schwannecke, designierter Generalsekretär des Zentralverbands des Deutschen Handwerks (ZDH) und Vorstandsvorsitzender des Deutschen Handwerksinstituts. Eine entscheidende Bedeutung komme dem Technologie-Transfer, dem Ausbau der Dienstleistungen, einer stärkeren Exportorientierung und der Einbeziehung alternativer Finanzierungsmodelle auch im Handwerk zu. Dazu sei es notwendig, die Aus- und Weiterbildung entsprechend anzupassen, damit rasch und flexibel auf die Bedürfnisse der Betriebe reagiert, das hohe Ausbildungsniveau des Handwerk gehalten und ausgebaut werden kann. Im Hinblick auf den demografischen Wandel gelte es zudem Bedingungen zu schaffen, die gut ausgebildeten Fachkräfte im Handwerk zu halten. Für den Nachweis des erreichten Ausbildungstandes sei ein nachvollziehbares Prüfungssystem unerlässlich.

Hier ergeben sich nicht zuletzt neue Aufgaben für das Deutsche Handwerksinstitut. Für das D H I stand seit seiner Gründung im Jahre 1929 die handwerksorientierte Forschung sowie die handwerksgerechte Aufbereitung von Forschungsergebnissen im Vordergrund. Auch mit dieser Tagung bewies das D H I, dass durch die kontinuierliche Erforschung handwerksrelevanter Prozesse notwendige Informationen, Schulungen und Beratungen für das Handwerk bereitgestellt werden können und müssen.

An der Tagung haben Vertreter der Handwerkskammern, der Fachverbände, des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie, der Wirtschaftsministerien der Länder, des Deutschen Handwerksinstituts sowie aus der handwerklichen Praxis teilgenommen. Für die Teilnehmer bildeten die vielfältigen und interessanten Vorträge der Referenten, deren Präsentationen nachfolgend zum Download bereitstehen, eine hervorragende Grundlage weiterführender Diskussionen. Die Manuskripte der Vorträge sind in diesem Tagungsband zusammengefasst.

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