27.01.2016

Erster Meilenstein auf dem Weg zu einem eigenen Handwerkspanel

Dem Handwerk fehlen verlässliche Daten. Nicht nur in der amtlichen Statistik, auch in umfangreichen empirischen Erhebungen wie dem IAB-Betriebspanel, dem Mikrozensus oder dem Sozioökonomischen Panel sind valide Informationen über Handwerksunternehmen und die dort tätigen Personen Mangelware. Diese unbefriedigende Datenlage trägt dazu bei, dass das Handwerk in der wirtschaftspolitischen Diskussion häufig keine oder nur eine untergeordnete Rolle spielt.

Eine vielversprechende Lösung ist der Aufbau eines separaten Handwerkspanels – also eine repräsentative Wiederholungsbefragung einer großen Zahl von Handwerksunternehmen zu verschiedenen inhaltlichen Themen. Eine vom Ludwig-Fröhler-Instiutut (LFI) für Handwerkswissenschaften in München und Volkswirtschaftlichen Institut für Mittelstand und Handwerk (ifh) an der Universität Göttingen gemeinsam erstellte Konzeptstudie skizziert die notwendigen Schritte dahin. Konkret werden methodische Fragen hinsichtlich der Grundgesamtheit, der Stichprobe und des Gewichtungsverfahrens sowie der Erhebungsart behandelt. Mögliche Fragebogeninhalte, die organisatorische Durchführbarkeit und die zu erwartenden Kosten bilden weitere Themenschwerpunkte.

Im Ergebnis zeigt sich das vielversprechende Potenzial, das die Verfügbarkeit eines Handwerkspanels sowohl für Handwerksforscherinnen und -forscher als auch für die Handwerksorganisation mit sich bringen würde. Die Konzeptstudie "Handwerkspanel – Laufende Beobachtung der Handwerkswirtschaft" des D H I-Kooperationsprojekts ist hier abrufbar.