24.02.2016

itb und ifh analysieren Perspektiven für das Handwerk in Baden-Württemberg

Die zunehmende Digitalisierung aller Lebensbereiche und die damit verbundene Vernetzung von Geschäftsprozessen hin zum „Internet der Dinge“ werden innerhalb weniger Jahre einen Großteil der heutigen Wertschöpfungsprozesse radikal verändern. Gleichzeitig sind die ersten Auswirkungen des demografischen Wandels in der Mitte der Gesellschaft angekommen. Die Fachkräftesicherung gehört mittlerweile zu einem der drängendsten Probleme im Handwerk. Klimawandel und Energiewende gelten als weitere wichtige Triebkräfte für zu erwartende umfassende wirtschaftliche und gesellschaftliche Veränderungen.

Vor diesem Hintergrund hat das Ministerium für Finanzen und Wirtschaft Baden-Württemberg zusammen mit dem Baden-Württembergischen Handwerkstag das itb Karlsruhe und das ifh Göttingen beauftragt, gemeinsam eine Perspektivstudie durchzuführen. Hierin werden die Zukunftsthemen aufbereitet und Chancen und Risiken für das Handwerk in Baden-Württemberg bis 2025 abgeleitet. Insbesondere durch die Einbindung unterschiedlicher Regionen und Gewerke ist sichergestellt, dass verschiedene Sichtweisen und Erfahrungswerte einfließen.

Nach einer Bestandsanalyse über die spezifischen Betriebsgrößen-, Branchen- und Beschäftigtenstrukturen im Land werden die Lage des baden-württembergischen Handwerks auf dem Absatz- und Arbeitsmarkt sowie die Herausforderungen und Potenziale in zentralen Zukunftsfeldern herausgearbeitet. In zehn regionalen Workshops (bei Handwerkskammern und Fachverbänden) mit Handwerksunternehmern/-innen werden die ersten Ergebnisse in einer dialogorientierten Strategieentwicklung vertieft und ergänzt, handwerksrelevante Trends diskutiert und Empfehlungen erarbeitet.

Die Workshops konzentrieren sich jeweils auf eines der folgenden Schwerpunktthemen:

1.  Digitalisierung / Building Information Modeling

2.  Innovationsfähigkeit der Unternehmen

3.  Internationalisierung

4.  Ressourceneffizienz im Unternehmen

5.  Marktchancen der Energiewende

6.  Gewinnung von Nachwuchs und Fachkräften

7.  Sicherung von Fachkräften und demografischer Wandel

8.  Marktchancen des demografischen Wandels

Aufbauend auf den Ergebnissen der beiden ersten Module wird eine Gesamtstrategie für das Handwerk bis 2025 entwickelt. Einen Schwerpunkt stellen die konkreten Handlungsempfehlungen dar, die sich an Betriebe, Handwerksorganisationen sowie die Politik wenden. Das Projekt soll Ende 2016 abgeschlossen werden.

Ansprechpartner:
Ewald Heinen (itb)
Tel.: 0721-93103-18
E-Mail: heinen(at)itb.de

Dr. Klaus Müller (ifh)
Tel.: 0551-3917-4884
E-Mail: Klaus.Mueller(at)wiwi.uni-goettingen.de