24.02.2016

Qualifikation und Erwerbsverläufe von mitarbeitenden Partnerinnen

In vielen Familienbetrieben des Handwerks ist die Unternehmerehefrau/Partnerin faktisch "Mit-Chefin" im Betrieb und übernimmt in vielfältiger Form Führungs- und Managementaufgaben, vor allem im kaufmännischen und administrativen Bereich. Knapp ein Drittel dieser weiblichen Führungskräfte sind Miteigentümer. Oft haben sie vor ihrer Mitarbeit im Betrieb einen anderen Beruf erlernt und ausgeübt. Daher ist Weiterbildung für sie von zentraler Bedeutung. Diese muss noch gezielter auf die Situation der Unternehmerfrauen sowie auf die betrieblichen Bedürfnisse ausgerichtet werden.

Nicht nur wegen des Fachkräftemangels im Handwerk muss das Potenzial der Frauen, auch der mitarbeitenden Unternehmerehefrauen, stärker genutzt werden. Als Führungskräfte sind die Unternehmerehefrauen/Partnerinnen unverzichtbar, denn die Professionalisierung der Betriebsführung gelingt am besten, wenn eine Aufgabenteilung stattfindet und die Betriebsinhaber von der Alleinverantwortung entlastet werden. Das Institut für Technik der Betriebsführung (itb) in Karlsruhe – Forschungsstelle im Themenbereich Technik, Organisation und Qualifizierung im Deutschen Handwerksinstitut e.V., der Zentralverband des Deutschen Handwerks und der Bundesverband der UnternehmerFrauen im Handwerk e.V. starten ein neues Projekt zur weiteren Analyse der bestehenden Qualifikation und der individuellen Erwerbsverläufe mitarbeitender Unternehmerehefrauen/Partnerinnen in Handwerksbetrieben.

Die Studie wird Rückschlüsse ermöglichen, welche Bausteine notwendig sind, um die Qualifizierung der Unternehmerfrauen zu optimieren. Denn die Qualifikation der Unternehmerfrauen ist ein entscheidendes Kriterium für die Existenzsicherung der Handwerksbetriebe.

Ansprechpartnerin:
Julia Maxi Bauer
Tel.: 0721-93103-12
E-Mail: bauer(at)itb.de