23.01.2018

Energiewende im Gebäudesektor

Im Sommer 2017 beendete das Volkswirtschaftliche Institut für Mittelstand und Handwerk (ifh) in Göttingen – Forschungsstelle im Themenbereich Handwerkswirtschaft und Recht im Deutschen Handwerksinstitut e.V – ein dreijähriges Projekt zur Energiewende im Gebäudesektor, das von der Schwäbisch Hall Stiftung gefördert wurde. Die Erkenntnisse dieses Projekts wurden nun in der Reihe IW-Analysen (Nr.119) komprimiert dargestellt und veröffentlicht. Ein Kernkapitel des Buches bezieht sich auf die Forschungsarbeiten des ifh Göttingen zur Energieeffizienz in europäischen Wohngebäuden (ifh Working Paper Nr. 12).

Es zeigt sich, dass die Gebäude in Schweden, Bulgarien und Finnland – nach Einberechnung von Unterschieden im Klima und Einkommen – vergleichsweise wenig Energie verbrauchen. Auf der anderen Seite stehen Irland und Luxemburg mit relativ hohen Verbräuchen. Deutschland befindet sich etwa im Mittelfeld. Außerdem wird deutlich, dass gesetzliche Mindeststandards langfristig effektiv sind, um Energie einzusparen. Es gibt allerdings Hinweise darauf, dass Mindeststandards nicht kosteneffizient sind. Als weiteres effektives Mittel für die Absenkung des Energieverbrauchs wurde in der Studie die Einführung einer CO2-Steuer identifiziert, welche sehr wahrscheinlich als kosteneffizient einzustufen ist.

Henger, R.; Runst, P. und Voigtländer, M.: "Energiewende im Gebäudesektor – Handlungsempfehlungen für mehr Investitionen in den Klimaschutz", hrsg. vom Institut der deutschen Wirtschaft Köln, IW-Analysen Nr. 119, Köln 2017.

Ansprechpartner:
Dr. Petrik Runst
Tel.: 0551-3917-4889
E-Mail: petrik.runst(at)wiwi.uni-goettingen.de