29.01.2020

Erfolgsfaktor Shopfloor Management

Unter "Shopfloor Management" versteht man das Führen am Ort der Wertschöpfung. Diverse Pilotprojekte aus unterschiedlichen Gewerken belegen, dass dieses Managementinstrument auch in Handwerksbetrieben gewinnbringend eingesetzt werden kann. Eine neue Studie des Ludwig-Fröhler-Instituts stellt solche Good-Practice-Beispiele vor und zeigt auf, was Betriebe bei der Einführung dieser Führungsmethode beachten sollten.

Shopfloor Management umfasst bestimmte Methoden und Regeln, um über das aktuelle Betriebsgeschehen zu informieren und auftretende Probleme direkt am Ort der Wertschöpfung mit den Beteiligten zu lösen. Dadurch kann unter anderem erreicht werden, dass alle Teammitglieder über aktuelle Themen informiert sind, mitdenken und sich an der Problemlösung beteiligen. Damit kann das Instrument Handwerksunternehmen nicht nur bei der Betriebsorganisation unterstützen, sondern auch zur Mitarbeiterbindung beitragen. 

Ein wichtiges Element von Shopfloor Management sind regelmäßig stattfindende effiziente Besprechungen, die maximal 15 Minuten dauern. In diesen Shopfloor Runden wird ein Shopfloor Board (Besprechungstafel) zur Strukturierung und Visualisierung der Besprechungsinhalte verwendet. Zentrale Bestandteile des Shopfloor Boards sind beispielweise die Arbeits- oder Materialplanung, die für alle klar und strukturiert visualisiert wird. Dabei können auch digitale Technologien zum Einsatz kommen. So nutzt ein Maler- und Lackiererbetrieb sein mobiles Shopfloor Board direkt auf der Baustelle und dokumentiert die festgehaltenen Ergebnisse in einer App.

Um Shopfloor Management erfolgreich in einem Betrieb zu implementieren, muss die Geschäftsführung zu hundert Prozent hinter dieser Methode stehen. Die Mitarbeiter benötigen bei der Einführung ausreichend Ressourcen und Zeit, um Shopfloor Management möglichst ungestört auszuprobieren und an die betrieblichen Gegebenheiten anzupassen. Hinsichtlich des zeitlichen Ablaufs erscheint es sinnvoll, diese Managementmethode bei einem Leuchtturmteam zu beginnen und dann schrittweise im Betrieb auszurollen.

Die entsprechende Publikation von Maximilian Wolf steht in Kürze auf der Homepage des LFI zum kostenlosen Download zur Verfügung.

Ansprechpartner:
Dr. Markus Glasl
Tel.: 089/515560-82
E-Mail: glasl(at)lfi-muenchen.de

Ludwig-Fröhler-Institut (LFI) für Handwerkswissenschaften

Weitere Informationen auf der Homepage des Instituts...

 

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