25.11.2021

itb stellt "KomKI"-Ergebnisse auf internationaler Konferenz vor

An der internationalen Konferenz der European Association for Research on Services (RESER) beteiligte sich das itb mit einem Beitrag zur Kompetenzentwicklung von KI im Handwerk.

    Die RESER-Konferenz zum Thema "The disruptive Role of Data, AI and Ecosystems in Services Next Gen" fand vom 14. - 15.10.2021 statt und bot den Teilnehmenden sowie Referierenden die Möglichkeit, sich über die neusten Erkenntnisse aus Wissenschaft und Praxis zum Thema wirtschaftlicher, gesellschaftlicher und technologischer Transformationsprozesse auszutauschen. Welches Wissen und Know-how Betriebe sowie Beraterinnen und Berater des Handwerks konkret benötigen, um Künstliche Intelligenz (KI) zu nutzen, war Gegenstand des Vortrags des itb Karlsruhe.

    Das Handwerk nutzt bereits KI-Anwendungen. So kommen z. B. automatisierte Nachfrageprognosen im Bäckereihandwerk oder KI-gestützte Programme in der Buchhaltung zum Einsatz. Dennoch existieren in vielen Betrieben Berührungsängste mit KI. Um diesen Umstand zu ändern, soll im Projekt "KomKI" eine Qualifizierung konzipiert und erprobt werden. Auf Basis von arbeitswissenschaftlichen Studien in Kombination mit qualitativen Interviews sowie der Analyse der existierenden Weiterbildungslandschaft konnten Erkenntnisse für die Konzipierung einer solchen KI-Qualifizierung gewonnen werden:

    Neben praktischem Wissen über KI braucht es auch Know-how, welche Anwendungen bereits existieren und wie diese in die Prozesse von Handwerksbetrieben integriert werden können (Baustein Grundlagen). Ebenso bedarf es an neuen Führungskompetenzen, um alle Mitarbeitenden bereits bei der Planung mitzunehmen (Baustein Führung). Zudem ist Wissen relevant, wie u. a. Daten der operativen Prozesse in eine KI eingespeist werden können, welche Daten wirklich relevant sind und wie diese geschützt und gesichert werden können (Baustein Organisation). Durch eine sich wandelnde Gefährdungs- und Belastungssituation durch die Nutzung von KI müssen auch neue Formen der Gesundheitsprävention und einer sicheren ergonomischen Arbeit in einer Qualifizierung thematisiert werden (Baustein Sicherheit & Gesundheit).

    Derzeit wird vom Projektteam an rund 40 Lernsequenzen gearbeitet, die mit den Handwerksbetrieben, Beraterinnen und Berater sowie den Betriebsräten erprobt werden. 

    Das Verbundprojekt „KomKI“ läuft noch bis Ende 2023 und wird gefördert durch das Bundesministerium für Arbeit und Soziales unter dem Dach der Initiative Neue Qualität der Arbeit (INQA).

    Ansprechpartnerin:
    Judith Schliephake
    Tel.: 0721/93103-20
    E-Mail: schliephake(at)itb(dot)de

    Institut für Betriebsführung (itb)

    Weitere Informationen auf der Homepage des Instituts:

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