11.08.2020

Kooperationsstrukturen für die Regionalentwicklung

Erfolgreiche regionalökonomische Entwicklungsprozesse benötigen ein nachhaltig wirksames Beziehungsgeflecht der Institutionen, das die Kooperation verschiedener Akteure vor Ort ermöglicht und fördert. Basierend auf aktuellen Entwicklungen in der Region Südniedersachsen formuliert ein Beitrag des ifh Göttingen Hypothesen zu verschiedenen Erfolgsbedingungen für den Aufbau inter-organisationaler Kooperationsstrukturen und darauf abgestimmter Organisations- und Institutionalisierungsformen.

Die Analyse des südniedersächsischen Prozesses zeigt, wie die schrittweise Umsetzung wirtschaftspolitischer top-down-Impulse durch die Überführung in einen gemeinsam initiierten und umgesetzten bottom-up-Strategieprozess gelingen kann. Meilensteine dieses Prozesses waren aufeinander abgestimmte, thematische Bausteine in Form verschiedener gemeinsamer Projekte, die das Fundament für den Aufbau kooperativer Strukturen bilden. Als zentrale Erfolgsfaktoren dieser Umsetzung werden ein umfassender strategischer Diskurs über Handlungsbedarfe, kurzfristig sichtbare gemeinsame Erfolge, die Institutionalisierung von Netzwerken als lernende Organisationen, der Einbezug verschiedener Binnenperspektiven und die gemeinsame Entwicklung einer regional getragenen Organisation herausgearbeitet. Der Beitrag zeigt, dass wirtschaftspolitische top-down-Instrumente zu einer Bündelung regionaler Kräfte beitragen, wenn sie die Partizipation verschiedener Akteure und die Entwicklung geeigneter institutioneller Strukturen fordern und fördern.

Das ifh Working Paper No. 26 "Kooperationsstrukturen für die Regionalentwicklung – Erfahrungen aus Südniedersachsen" von Philipp Bäumle, Kilian Bizer und Till Proeger steht hier zum kostenlosen Download zur Verfügung.

Ansprechpartner:
Philipp Bäumle
Tel.: 0551-3917-4892
E-Mail: philipp.baeumle(at)uni-goettingen.de

Volkswirtschaftliches Institut für Mittelstand und Handwerk (ifh)

Weitere Informationen auf der Homepage des Instituts...

 

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