13.08.2019

Negativer Einfluss der Deregulierung des Handwerks (2004) auf das Ausbildungs-geschehen

Aufgrund der bisherigen Forschung wurde vermutet, dass kein Zusammenhang zwischen Deregulierung der Handwerksordnung und der Zahl der Auszubildenden im Handwerk besteht. Die ifh-Mitarbeiter Jörg Thomä und Petrik Runst zeigen in einer neuen Studie, dass diese Vermutung falsch sein könnte. Die Autoren argumentieren, dass die negative Wirkung auf das Ausbildungsgeschehen im Nachgang der Reform nicht sichtbar wurde, weil sie durch die vorübergehende Aussetzung der Ausbildereignungsverordnung (AEVO) kompensiert wurde. Nach Wiederinkrafttreten der AEVO zeigt sich dementsprechend eine deutliche Verringerung der Ausbildungszahlen.

Der Artikel "Does Occupational Deregulation Affect In-Company Vocational Training? – Evidence from the 2004 Reform of the German Trade and Crafts Code" erscheint in der Fachzeitschrift "Jahrbücher für Nationalökonomie und Statistik".

Ansprechpartner:
Dr. Jörg Thomä
Tel.: 0551-3917-4886
E-Mail: joerg.thomae(at)wiwi.uni-goettingen.de