02.09.2021

Smarte handwerkliche Dienstleistungen stärken ländliche Regionen

Im südlichen Brandenburg soll ein Handwerkliches Dienstleistungszentrum mit Modellcharakter für andere ländliche Regionen entstehen. Die wissenschaftliche Begleitung des Vorhabens erfolgt durch das itb.

    Ländliche Regionen durch ein besser vernetztes Handwerk stärken – das ist das Ziel des Verbundprojekts "Konzeption und Erprobung von handwerklichen Dienstleistungen im ländlichen Raum", kurz "HaDil".

    Mit einer Auftakt-Veranstaltung in Finsterwalde wurde nun die Arbeit aufgenommen. Bis Mitte 2024 wird bei der Niederlausitzer Kreishandwerkerschaft Finsterwalde im südlichen Brandenburg ein handwerkliches Dienstleistungszentrumetabliert, in dem u. a. neuartige, digitalisierte handwerkliche Dienstleistungen, sogenannte ‚Smart-Services‘, entwickelt und über eine digitale Plattform koordiniert werden. Weiterhin sind die Einrichtung eines Pools von Handwerksbetrieben im Umland (Landkreise Elbe-Elster und Oberspreewald-Lausitz), die Durchführung von branchenübergreifenden Crowdsourcing-Veranstaltungen im Open Innovation Lab sowie Schulungen für die systematische Entwicklung von Dienstleistungen geplant. Dadurch sollen zielgruppenspezifische Dienstleistungspakete entstehen und dazu beitragen, die Attraktivität des ländlichen Raums für Rückkehrende, Existenzgründerinnen und Existenzgründer im Handwerk, für Familien und junge Menschen zu erhöhen sowie die Versorgung der alternden Gesellschaft mit handwerklichen Dienstleistungen zu verbessern.

    Die Initiative für dieses Projekt entstand im Rahmen des „Aktionsbündnisses Leben auf dem Land“ des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) und des Zentralverbands des Deutschen Handwerks. Das Projekt wird vom itb Karlsruhe, von der Niederlausitzer Kreishandwerkerschaft in Finsterwalde und der S3-Medien GmbH realisiert.

    • Übergabe der Förderurkunde bei der Auftakt-Veranstaltung in Finsterwalde, Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL), (v.l.n.r.): Uwe Feiler (Staatsekretär bei der Bundesministerin für Ernährung und Landwirtschaft), Dr. Uta Cupok (itb), Jürgen Mahl (Kreishandwerksmeister), Frank Schöllkopf (S3-Medien-GmbH)

       

      (Foto: Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft)

    Die Projektförderung findet im Rahmen des Bundesprogramms ländliche Entwicklung (BULE) des BMEL statt. Mit diesem Programm will das BMEL gemeinsam mit verschiedenen Partnern innovative Ansätze in der ländlichen Entwicklung fördern und verbreiten, um die ländlichen Regionen Deutschlands als attraktive, lebenswerte und vitale Lebensräume zu erhalten und so zu gleichwertigen Lebensverhältnissen in Stadt und Land beizutragen.

    Ansprechpartnerin:
    Dr. Uta Cupok
    Tel.: 0721/93103-24
    E-Mail: cupok(at)itb(dot)de

    Institut für Betriebsführung (itb)

    Weitere Informationen auf der Homepage des Instituts:

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