20.12.2017

Was tun, wenn dem Handwerk die Fachkräfte ausgehen?

Um die Handwerksbetriebe im Bundesgebiet bei der Lösung der Fachkräfteproblematik wirkungsvoll zu unterstützen, werden vier Fachkräftezentren gebildet. Sie bearbeiten verschiedene Themenschwerpunkte und sind eng miteinander verzahnt. Gefördert werden die Zentren durch eine Zuwendung des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales (BMAS).

Das Verbundprojekt geht am 01.01.2018 offiziell an den Start. Darin arbeiten die Handwerkskammern Braunschweig-Lüneburg-Stade, Hannover, München und Oberbayern sowie Niederbayern/Oberpfalz zusammen. Unterstützt und begleitet werden sie vom Institut für Technik der Betriebsführung (itb) in Karlsruhe – Forschungsstelle im Themenbereich Technik, Organisation und Qualifizierung im Deutschen Handwerksinstitut e.V. Die Handwerkskammer Hannover Projekt- und Servicegesellschaft mbH übernimmt die Rolle des überregional agierenden Verbundkoordinators.

Folgende Themenschwerpunkte stehen auf der Agenda:

  1. Gesundheit und Gesunderhaltung im Handwerk (Fachkräftezentrum der Handwerkskammer für München und Oberbayern)
  2. Handwerk – grenzenlos erfolgreich (Fachkräftezentrum der Handwerkskammer für Niederbayern/Oberpfalz)
  3. Gewinnung und Sicherung von weiblichen Fachkräften für das Handwerk (Fachkräftezentrum der Handwerkskammer Braunschweig-Lüneburg-Stade)
  4. Beschäftigte im Handwerk und ihre Eigenverantwortung (Fachkräftezentrum der Handwerkskammer Hannover)

Aufgabe der Fachkräftezentren ist es, Qualifizierungs- und Beratungskonzepte sowie zielgruppen- und lebensphasenorientierte Anspracheformate zu entwickeln, zu erproben, zu evaluieren und für die Anwendung durch weitere Partner aufzubereiten und zu dokumentieren. Außerdem werden Checks und Handlungshilfen der "Initiative Neue Qualität der Arbeit (INQA)" auf ihre Praxistauglichkeit getestet sowie durch eine zielgerichtete Ansprache der Betriebe auch dem Wirtschaftsbereich Handwerk näher gebracht. Auf diese Weise sollen Handwerksbetriebe wirkungsvoll beim Aufbau ihrer Personalarbeit unterstützt und ein nachhaltiger Beitrag zur zukunftssicheren Ausrichtung der Unternehmen und der Erhaltung der Arbeits- und Beschäftigungsfähigkeit der im Handwerk tätigen Menschen geleistet werden.

Ansprechpartner im itb:
Andreas Ihm
Tel.: 0721 - 93103-23
E-Mail: ihm(at)itb.de