13.08.2019

Betriebliches Lernen im digitalen Zeitalter

Das Projekt "DigiGAAB" erforscht und erprobt unterstützende Technologien, die besonders kleinen und mittleren Unternehmen des Ausbauhandwerks ermöglichen, an der digitalen Transformation teilzuhaben. Das Projekt erarbeitet digital unterstützten Gesundheits- und Arbeitsschutz für Arbeitsprozesse im Baugewerbe und vertritt dabei den Grundsatz "Mehr Sicherheit durch Partizipation". Es wird  zunächst eine App entwickelt, die die Soll-Prozesse gegenwärtiger Arbeitsabläufe auf der Baustelle abbildet und dem Nutzer damit ein qualitätsbewusstes Arbeiten, unter anderem in der Sicherheits- und Gefahrenschutzplanung, ermöglicht.

Das Ausbaugewerbe wird digital
© Kompetenzzentrum für Ausbau und Fassade (KomZet)

Weiterführend widmet sich ein experimenteller Lernraum dem "Training on the Job", ein zweiter der Entwicklung einer künftigen Systemlandschaft im Ausbauhandwerk. Dabei wird stets folgender Dreiklang von Faktoren berücksichtigt: Wie lernen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Handwerk und wie wird das Lernverhalten verbessert? Wie muss eine KMU-Betriebsorganisation aufgebaut sein, damit sie das "neue Lernen" am Arbeitsplatz optimal fördern kann? Wie müssen unterstützende digitale Systeme gestaltet sein, damit sie sowohl die Bedürfnisse der Belegschaft als auch die fachlichen Anforderungen gleichermaßen erfüllen?

Das Projekt DigiGAAB - Digital unterstützter Gesundheits- und Arbeitsschutz im Arbeitsprozess Bau wird federführend vom Kompetenzzentrum für Ausbau und Fassade beim Berufsförderungswerk für das baden-württembergische Stuckateurhandwerk umgesetzt, unterstützt durch die BG Bau, FS|MEDIEN , Prof. Dr. Hütter (Ausbau-Manager), Forum für Soziale Technikgestaltung sowie dem Zentralverband des Deutschen Baugewerbes e. V. (ZDB). Das itb im D H I e.V. begleitet das Projekt wissenschaftlich und ist zuständig für die Evaluation.

Gefördert wird das Projekt, das bis Ende 2021 läuft, vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales im Rahmen der Förderrichtlinie "Zukunftsfähige Unternehmen und Verwaltungen im digitalen Wandel" (Lern- und Experimentierräume). Neben den Fachexperten beteiligen sich 12 Handwerksbetriebe unterschiedlicher Größen (zwischen 3 und 80 Mitarbeiter) als aktive Projektpartner, die eigene Anforderungen, Erfahrungen und Ideen einbringen können.

Ansprechpartner:
Andreas Ihm
Tel.: 0721-93103-23
E-Mail: ihm(at)itb.de