25.06.2026

Prozessdokumentation per KI: Erster Prototypentest gelungen

Ein neuer Prototyp unterstützt Handwerksbetriebe dabei, ihre Prozesse strukturiert zu erfassen und als Prozessschaubild für die Betriebsberatung aufzubereiten.

Im Rahmen des aktuellen Forschungs- und Arbeitsprogramms hat das LFI München zur automatisierten Prozessdokumentation mit der Handwerkskammer für München und Oberbayern einen ersten KI-gestützten Prototyp entwickelt. Ziel ist es, Handwerksbetrieben einen einfachen Einstieg in die Dokumentation und Analyse ihrer Geschäftsprozesse zu ermöglichen. Das Tool führt Betriebsinhaber und Mitarbeitende in einem rund 20-minütigen Interview durch die Aufnahme ihrer Abläufe, stellt gezielte Rückfragen und orientiert sich dabei an den bewährten Leitfäden der Betriebsberatung. Dadurch werden auch implizite, erfahrungsbasierte Prozessschritte sichtbar gemacht, die bislang häufig nur in den Köpfen einzelner Mitarbeitender vorhanden sind.

Benutzeroberfläche des Prototypen

Auf Basis der gesammelten Informationen erstellt das System zunächst eine strukturierte Prozessbeschreibung und anschließend automatisch ein Prozessschaubild nach dem BPMN-Standard. Betriebe erhalten so innerhalb kurzer Zeit eine transparente Visualisierung ihrer Abläufe und können bereits vor einem Beratungsgespräch Schwachstellen, Verantwortlichkeiten und Optimierungspotenziale erkennen. Für die Betriebsberatung entsteht dadurch eine fundiertere Ausgangslage für die weitere Analyse und Diskussion von Verbesserungsmöglichkeiten.

Der aktuell vorliegende Prototyp bildet den Entwicklungsstand der ersten Projektphase (Version 0.1) ab. Die Benutzeroberfläche ist in der Abbildung zu sehen. In einer weiteren Iterationsschleife werden die Funktionen und Ergebnisse gemeinsam mit Praxispartnern weiter verfeinert und evaluiert. Ziel des Forschungsprojekts ist die Entwicklung und Erprobung eines Demonstrators für die KI-gestützte Prozessdokumentation im Handwerk. Ein operativer Rollout oder eine produktive Einführung des Systems sind nicht Bestandteil des Projekts.

Ansprechperson:
Maximilian Schatz 
Tel.: +49 (0)89 51 55 60-88
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Ludwig-Fröhler-Institut (LFI) für Handwerkswissenschaften

Weitere Informationen auf der Homepage des Instituts:

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