Transfer gestalten: Lernsituationen als Schnittstelle
In dem Journal bwp@ Berufs- und Wirtschaftspädagogik – online (Ausgabe 49) ist der Beitrag des HPI Hannover “Transfer gestalten: Entwicklung von Lernsituationen aus innovativen Arbeitsprozessen in Forschungsprojekten” erschienen.
Der Artikel setzt sich mit der Frage auseinander, wie Innovationen aus Forschungsprojekten für die berufliche Bildung anschlussfähig gemacht werden können, ohne ihre Kontextgebundenheit und betriebliche Verankerung zu verlieren. Im Mittelpunkt steht dabei eine reflexive Auseinandersetzung mit Lernsituationen als mögliches Medium, um Transferprozesse zwischen Forschung, Praxis und Bildungsinstitutionen zu strukturieren.
Ausgehend von arbeitsprozessorientierten Analysen innovativer Technologien und wie diese eingesetzt werden wird diskutiert, wie solche Prozesse didaktisch aufgegriffen und in Lernsituationen überführt werden können. Dabei werden unterschiedliche theoretische Bezugspunkte der Berufsbildungsforschung (u. a. vollständige Handlung, konstruktivistische Lernansätze, gestaltungsorientierte Didaktik) herangezogen, um Chancen, Grenzen und Voraussetzungen eines solchen Transferverständnisses einzuordnen.
Der Beitrag basiert auf Erfahrungen aus Forschungsprojekten der Förderlinie “Handwerk 4.0: digital und innovativ” und versteht sich als Diskussionsimpuls zur Frage, wie Transfer in der beruflichen Bildung jenseits linearer Verwertungslogiken gedacht und gestaltet werden kann. Damit leistet der Artikel einen Beitrag zur aktuellen Debatte um Innovation, Transfer und didaktische Anschlussfähigkeit in der Berufsbildungsforschung.
Ansprechperson:
Silke Thiem
Tel.: +49 (0)511 70155-56
E-Mail senden
Heinz-Piest-Institut (HPI) für Handwerkstechnik
Weitere Informationen auf der Homepage des Instituts: