13.08.2026

Post-EEG-PV-Anlagen für grüne Wasserstoff-Dienstleistungen

Das itb und die e.systeme21 GmbH untersuchen in einem gemeinsamen Projekt die Wirtschaftlichkeit, Strom aus Photovoltaikanlagen nach Ablauf der Einspeisevergütung zur Herstellung von grünem Wasserstoff zu nutzen.

Photovoltaik-(PV-)Anlagen werden in Deutschland im Rahmen des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) gefördert. Dadurch sind im 20-jährigen Förderzeitraum feste Vergütungen für den eingespeisten Strom möglich. Beispiel: Für Strom aus PV-Anlagen auf Hallendächern, die 2006 ans Netz gingen, wurden ca. 50 Cent pro kWh gezahlt. Aber was passiert mit den PV-Anlagen und dem PV-Strom, wenn die Förderung ausläuft? Welche Vergütung ist möglich?

Für Norbert Unterharnscheidt, Geschäftsführender Gesellschafter der e.systeme21 GmbH, ist es realistisch, den PV-Strom zur Herstellung von grünem Wasserstoff zu nutzen. Kurz zum Hintergrund: Die e.systeme21 GmbH plant und installiert seit 2013 PV-Anlagen in der Region Ulm. 2020 entschloss sich Unterharnscheidt dazu, das eigene Firmengebäude energetisch zu sanieren und mit Wasserstofftechnik auszustatten (siehe Abbildung). Das Firmengebäude ist mittlerweile energieautark sowie CO2-neutral; die GmbH hat im Jahr 2024 den baden-württembergischen Umweltpreis erhalten.

 PV- und H2-Technik im Gebäude

PV- und H2-Technik im Gebäude

Wasserstoffanlagen sollen bald auch das Produktportfolio der GmbH erweitern. Unterharnscheidt möchte den Handwerksbetrieb zu einem Komplettanbieter für die gesamte Energieversorgung von Gebäuden mit Strom und Wärme entwickeln – einschließlich Wasserstoffanlagen und deren begleitende Dienstleistungen wie Planung, Montage und Wartung. 

Bis September 2026 wird eine Wirtschaftlichkeitsbetrachtung für das Geschäftsmodell durchgeführt, PV-Strom aus Post-EEG-PV-Anlagen in Wasserstoffanlagen zu nutzen, um grünen und regionalen Wasserstoff für die Vermarktung durch Gashändler zu erzeugen. Die Veröffentlichung der Ergebnisse ist im vierten Quartal 2026 vorgesehen.

Das itb Karlsruhe bearbeitet das Verbundprojekt im Rahmen des Zentrums für industrienahe Dienstleistungen. Weitere Informationen zum Zentrum für industrienahe Dienstleistungen finden Sie hier.

Ansprechperson
Henrik Lerche 
Tel.: +49 (0)721 93103-39
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Institut für Betriebsführung im DHI e.V. (itb)

Weitere Informationen auf der Homepage des Instituts:

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